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CHORKONZERT | 03.02.2019 | 17:00

ensemble connections

Nikolaikirche Plön, Marktplatz 25, 24306 Plön

Information

Zeit
03.02.2019 | 17:00 - 18:30
Veranstalter
Ort
Nikolaikirche Plön
Marktplatz 25
24306 Plön
Telefonnummer

Beschreibung

ConnectionsDer Chor besteht anfangs aus 16 professionell ausgebildeten Sängerinnen und Sängern. Die künstlerische Vision ist es, Chormusik auf höchstmöglichem Niveau zu präsentieren. Die sorgfältig ausgewählten Programme haben das Ziel, Querverbindungen und Bezüge zwischen musikalischen Epochen, Stilen, Genres, und anderen Kunstformen aufzuzeigen.
Die Suche nach diesen Querverbindungen ist durchaus biographisch bedingt. Als Kind einer englischen Mutter und einem deutschen Vater bin ich bilingual und -kulturell aufgewachsen, insgesamt drei Jahre habe ich in den USA gelebt und studiert. In meiner bisherigen Chorarbeit hatten verbindende Elemente einen wichtigen Stellenwert. Mit diesem Ensemble sollen sie programmatisch im Mittelpunkt stehen.StrukturDie Rechtsform des Ensembles ist die gemeinnützige GmbH. Im Bereich der deutschen Chorlandschaft ist dies eine Besonderheit, da die meisten professionellen Chöre staatlich gefördert werden (Rundfunk- und Opernchöre) oder von Stiftungen und Vereinen getragen werden. Die Rechtsform der gGmbH hat den Vorteil der inhaltlichen und konzeptionellen Freiheit. Gleichzeitig bedeutet sie aber auch einen höheren unternehmerischen Erfolgsdruck und ist sehr auf private Unterstützung angewiesen. Gerade in der Anfangszeit wird deshalb eine gute private Vernetzung und Marketing wichtig sein. Die Zeit bis zu den ersten Konzerten wird darauf ausgerichtet sein, schon in der Gründungsphase einen weiten Kreis an Unterstützern zu gewinnen und zu begeistern. Deshalb ist am Ende des ersten Probenwochenendes Anfang Juni 2018 ein Werkstattkonzert für alle Spenderinnen und Spender in der St. Pauli Kirche in Hamburg geplant.ZukunftsmusikDie ersten Konzertprogramme werden hauptsächlich von a cappella-Musik geprägt sein, aber auch kleine Instrumentalensembles beinhalten. Dabei werden thematische Verbindungen zu anderen Sinneseindrücken und Kunstformen eine große Rolle spielen. Mehr als zehn Programmideen warten auf begeisterte Verwirklichung.Langfristig soll es nicht nur bei eigenen Konzerten bleiben. Als Dozent für Chorleitung liegt mir die Bildung bzw. Musikvermittlung besonders am Herzen. Deshalb möchte ich den Zuhörerinnen und Zuhörern langfristig auch die Gelegenheit bieten, selbst aktiv zu werden und mit dem Ensemble gemeinsam Workshops und Mitsingkonzerte zu gestalten. Vorbilderhierfür finden sich vor allem in Großbritannien mit Ensembles wie Stile Antico oder Tenebrae bzw. in den USA mit Seraphic Fire und Conspirare.Natürlich sind musikalische Verbindungen blutleer ohne menschliche Verbindungen. Deshalb ist ein weiteres langfristiges Ziel der Austausch mit anderen Chören verschiedener Herkunft und Leistungsfähigkeit. Schon lange schweben mir Chorpartnerschaften mit gegenseitigen Besuchen mit den Chören befreundeter Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt vor.Alle Ziele gleichzeitig zu verfolgen ist aus unternehmerischer Sicht viel zu riskant, so groß meine Motivation auch sein mag. Deshalb soll sich das Ensemble zuerst musikalisch finden, menschlich zusammenwachsen und in der Öffentlichkeit etablieren.‚Launching Connections‘Das erste Programm ‚Launching Connections‘ teilt sich in drei Blöcke auf und soll wie ein Doppelpunkt spätere Programme ankündigen. Diese einzelnen Blöcke werden zukünftig in jeweils eigenen Programmen näher ausgeführt.Der erste Block widmet sich der in Deutschland nur wenig bekannten Barockmusik der Neuen Welt. Komponisten aus Spanien und Portugal siedelten in die Neuen Kolonien über und entwickelten dort im Laufe der Zeit ein eigenständiges Repertoire. Diese Entwicklung zeichnen wir mit Werken von Francisco Guerrero, Juan Gutierrez de Padilla und Manuel de Zumaya anschaulich nach.Der zweite Block des Programmes widmet sich den Querverbindungen deutscher und britischer Komponisten. Der Ire Charles Villiers Stanford vertiefte sich auf seinen Studienreisen nach Leipzig und Berlin in die Musik von Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms, mit deren Motetten ‚Singet dem Herrn ein neues Lied‘ BWV 225 und ‚Schaffe in mir, Gott, ein rein‘ Herz‘ Op.29/2 wir zwei Klassiker der Chorliteratur zu Gehör bringen. Diese Einflüsse lassen sich besonders in Stanfords ‚Magnificat in B-flat for Double Choir‘ hörbarmachen: Bachs virtuose Stimmführung und Kontrapunktik verschmilzt hier mit Brahms‘dichter Harmonik und Stanfords britischem Wohlklang zu einem kompositorischen Meisterwerk!Der dritte Block nimmt die Verbindungen zwischen den USA und dem pazifischen Raum in der Chormusik in den Blick. Gerade die asiatische Chormusik der Gegenwart findet in der europäischen Chorszene noch viel zu wenig Beachtung. Der Kanadier R. Murray Shafer, die indisch-stämmige US-Amerikanerin Reena Esmail und Ken Steven aus Indonesien verschmelzen in ihren Werken die traditionelle Musik des Gamelan, der hindustanischen Tarana-Gesänge und des malaysischen Tanzes mit der westlichen Chortradition.Zur PersonWie anfangs erwähnt bin ich mit kulturellen Querverbindungen aufgewachsen. Auch meine Studienstationen spiegeln dies wider: Zwischen den Kirchenmusikstudien (B und A) in Hamburg bei Prof. Hannelotte Pardall und Prof. Frank Löhr nahm ich Orgelunterricht beiMarie-Louise Langlais in Paris. Anschließend durfte ich ein inspirierendes Konzertexamen im Fach Chorleitung an der Yale School of Music in New Haven, Connecticut (USA), bei Marguerite Brooks, Masaaki Suzuki und Jeffrey Douma absolvieren. Ergänzend besuchte ich Meisterkurse bei Maria Guinand, Anders Eby und Frieder Bernius.Seit meiner Rückkehr nach Hamburg habe ich geistliche und weltliche Chöre aller Couleur geleitet, allen voran das Vokalensemble Lux Aeterna. In meiner Tätigkeit als Dozent für Chor- und Ensembleleitung an der HMTM Hannover kann ich seit 2013 meine Leidenschaft für das Unterrichten und die gemeinsame Suche in der Musik ausleben. 2014-2017 habe ich ebenfalls einen Lehrauftrag an der HfMT Hamburg versehen. Neben der Musik interessiere ich mich vor allem für gesellschafts- und wirtschaftspolitische Themen. Ich reise gerne (wenn auch immer noch zu wenig) - und das mit offenen Augen, offenen Ohren und offenem Herzen!

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